“Da kommt acht Achtel raus.” sagt meine Nachhilfeschülerin Sandra zuversichtlich. Ich möchte ihr diese Zuversicht nicht rauben, sie wird sie in der Prüfung zur Mittleren Reife dringend brauchen, aber ich frage doch nach: “Und das willst du jetzt so als Ergebnis hinschreiben?” Sandra ahnt natürlich, dass “ja” hier nicht die richtige Antwort ist. Weiterlesen “Wie rechnet das innere Auge?”
Wo wir uns finden, wohl unter Linden
“Kein schöner Land in dieser Zeit, als hier das unsre weit und breit.” Die erste Zeile des bekannten Volkslieds hinterlässt bei mir keinen so guten ersten Eindruck. Ich denke dabei an Menschen, die übertrieben stolz auf ihr Heimatland sind, obwohl sie doch, wie mir scheint, für ihre Herkunft gar nichts können. Doch trotz des nicht gerade vielversprechenden Anfangs geht das Lied danach wunderschön weiter: „Wo wir uns finden, wohl unter Linden, zur Abendzeit.“ Weiterlesen “Wo wir uns finden, wohl unter Linden”
Die Farben des Schweigens
“Der Klügere gibt nach.” — das hat meine Oma gerne gesagt, wenn ihr der Streit zwischen uns Geschwistern auf die Nerven ging. Ein paarmal hat das auch funktioniert, bis ich mir insgeheim dachte, dass der “noch Klügere” sich wohl einfach durchsetzte. Von meiner Oma kenne ich auch das Sprichwort: “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.” Weiterlesen “Die Farben des Schweigens”